ZUTATEN FÜR 6–8
50 g entrindetes altbackenes Weißbrot
1 kg sehr reife, eher größere Tomaten (z.B. Ochsenherz, German Gold, Valencia)
300 g Gurke
300 g Paprika (1 grüner sollte dabei sein)
300 g Wassermelone (ohne Schale gewogen)
1–2 Knoblauchzehen (wird die Gazpacho für mehrere Tage im Voraus zubereitet, lieber nur 1 verwenden)
2 TL Salz (mind.)
3–4 EL Rotwein- oder Sherryessig
ca. 100 ml Olivenöl (bevorzugt spanisches)
schwarzer Pfeffer
FÜR DIE EINLAGE
1 kl. grüner Paprika oder Peperoni
1 kl. Gurke oder 2–3 Minigurken
1 kl. Frühlingszwiebel
Olivenöl (bevorzugt spanisches)
Mag sein, dass das Rezept einer kalten andalusischen Suppe aus Gurken und Weißbrot älter ist als der Anbau von Tomaten und Paprika in Spanien. Heute ist eine Gazpacho ohne sie undenkbar.
Das Gelingen des sehr einfachen Rezeptes hängt von drei Faktoren ab: 1. der Reife der Zutaten – ich esse lieber nur selten, dafür perfekte Gazpacho, 2. dem Verhältnis der Gemüse zueinander – Wassermelone ist wie Gurke ein Kürbisgewächs und hervorragend geeignet, um nicht ganz so süße Tomaten auszugleichen, und 3. der Zurückhaltung bei weiteren Zutaten – Gemüsesuppe, Zwiebel und Kräuter z.B. haben nichts in einer Gazpacho verloren.
1 Weißbrot in grobe Stücke zupfen und in eine Schüssel geben. Gemüse waschen. Tomaten halbieren, Stielansatz entfernen, Tomate mit Haut in grobe Stücke schneiden, mitsamt Saft auf die Brotstücke geben, damit diese etwas aufweichen. Wassermelone in grobe Stücke schneiden. Gurken schälen, auf Bitterkeit prüfen, in grobe Stücke schneiden. Paprika vom Kerngehäuse befreien, in grobe Stücke schneiden. Knoblauch schälen, in feine Scheiben schneiden.
2 Alle Gemüse mit Brot und Knoblauch im Standmixer einige Minuten sehr fein mixen (evtl. in 2 Etappen). Mit Salz und Essig würzen, kurz mixen, mit Olivenöl weitermixen, bis sich Farbe und Konsistenz verändern. Mit Essig, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.
3 Mind. 1 Stunde im Kühlschrank durchkühlen.
4 Für die Einlage die Gemüse waschen und sehr fein würfeln (Minigurke nicht schälen).
5 Gazpacho in Gläsern oder Schalen anrichten, mit Gemüsewürfeln bestreuen, mit Olivenöl beträufeln.
TIPPS:
Üblicherweise wird kein Weißbrot dazu serviert, denn die Gazpacho ist sämig und reichhaltig genug.
Gazpacho hält problemlos mehrere Tage im Kühlschrank, z.B. in Glasflaschen.
Gut, wenn eine Hitzewelle bevorsteht!
Falls die Gazpacho trotz des hohen Wassergehaltes der Gemüse zu dick gerät, wenig Wasser zum Verdünnen einmixen.
VARIANTE:
Eine schöne Spielart ist Gazpacho aus gelben Tomaten, gelber Wassermelone und gelben Paprika.
Mengen ohne Waage, halbe menge:
jeweils 1 cup Paprika, Gurke, Wassermelone gewürfelt
3.5 cups tomaten
2-3 Scheiben Baguette
aus:
Immer schon Vegan
Katharina Seiser